Was Hat Mehr Kalorien Vollkornbrot Oder Weißbrot?

Was Hat Mehr Kalorien Vollkornbrot Oder Weißbrot
Weißbrot: Diät-Feind N° 1? – Weißbrot wird zumeist aus raffiniertem Weizenmehl hergestellt und erhält auf diese Weise seine helle Farbe. Hier findet nämlich nicht das volle Korn Eingang in den Teig des Brotes, sondern nur das geschälte Korn. Damit das Brot schön aufgeht, wird dem Teig Hefe zugesetzt.

  • Weißbrot hat zwar gar nicht so viele Kalorien wie man vermuten könnte – pro 100 Gramm je nach Sorte etwa 200-230 kcal – dennoch steht es immer wieder in der Kritik von Ernährungswissenschaftlern;
  • Der Hintergrund hierfür ist zum einem, dass man beim Weißbrot auf die Bestandteile des Korns verzichtet, die die meisten Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe liefern;

Zum anderen geht man davon aus, dass die Kohlehydrate, die wir unserem Körper durch das Weißbrot zuführen, auch hinsichtlich ihrer Verwertung minderwertiger sind. Ein Großteil der Kohlenhydrate von Weißbrot wird in unserem Körper in Zucker umgewandelt und dieser Zucker kann dazu beitragen, dass wir übergewichtig werden.

Zudem sättigt Weißbrot nicht gut: So können wir zum Beispiel eine Scheibe Baguette nach der anderen essen, ohne wirklich satt zu werden. Auf diese Weise essen wir mehr und nehmen somit auch insgesamt betrachtet mehr Kalorien auf.

Also: Weißes Brot hat zwar weniger Kalorien als Vollkornbrot, unser Körper verwertest es aber anders und unser Sättigungsgefühl setzt gar nicht oder erst sehr spät ein. Vorsicht ist bei Weißmehlprodukten wie Weizen-Toastbrot oder Brötchen angebracht: Die schlagen im Durchschnitt mit satten 270-330 kcal zu Buche! Rezepte-Tipp: Einfaches Brot backen: 5 schnelle Rezepte für Faule.

Was ist besser Vollkornbrot oder Weißbrot?

Gesund statt rund: besser Vollkorn als Weißmehl? – Sei es Brot, Nudeln oder Reis: Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt in ihrer Ernährungspyramide immer die Vollkornvariante. Auf den ersten Blick scheint es keinen Grund dafür zu geben bei einer gesunden Ernährung lieber zu Vollkornbrot zu greifen.

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Was den Kaloriengehalt der beiden Brotsorten insgesamt angeht, so spricht weder das eine noch das andere für eine gesündere Variante. Erstaunlicherweise verfügen beide etwa über gleich viel Kalorien, 100 Gramm Weißbrot kommt auf 270 Kalorien, Vollkornbrot auf 200.

Auch die Nährstoffe sind in etwa gleich. Einen großen Unterschied hingegen macht die Menge der enthaltenen Ballaststoffe, bei Vollkornbrot sind es dank der ungeschälten Körner neun Gramm, bei Weißbrot nur zwei Gramm. Dank der enthaltenen Ballaststoffe braucht das Vollkorn eine Zeit im Darm und daher hält das Sättigungsgefühl länger an.

Im Gegensatz zu Weißbrot, denn nach dem Verzehr einiger Scheiben Weißbrot steigt dein Blutzuckerspiegel schneller an und es kann kurz darauf eine Heißhungerattacke folgen. Isst du stattdessen eine Scheibe Vollkornbrot nimmst du unter dem Strich also weniger Kalorien zu dir und lebst damit gesünder.

Eine aktuelle Auswertung unterschiedlicher Studien zum Thema Vollkorn und gesundheitliche Vorteile, hat ergeben, dass diese Aussage nicht mehr pauschalisiert werden kann. Bei einigen Probanden zeigte sich, dass trotz dem Verzehr von Weißbrot der Blutzuckerspiegel nicht schneller stieg als bei anderen.

Warum ist Weißbrot nicht gesund?

Weißbrot ist ungesund – Diabetes, Herzinfarkt oder Schlaganfall – was wird dem Weißbrot nicht alles nachgesagt. Das stimmt aber nicht. Verglichen mit Vollkornbrot schneidet Weißbrot zwar schlechter ab, ist aber dadurch nicht gesundheitsschädlich. Es steckten immer noch Mineralien, Ballaststoffe und Vitamine im Weißbrot.

Nur eben nicht so viele wie in Vollkornbrot. Weißbrot sättigt allerdings nicht so gut wie anderes Brot und wegen der geringeren Menge an Ballaststoffen kann die Stärke schneller in Zucker umgewandelt werden und gleich ins Blut gehen.

Ist diese Energie verbraucht, bekommt man wieder Hunger. Mehr.

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Ist dunkles Brot gesünder als Weißbrot?

Je dunkler das Brot, desto höher muss der Vollkornanteil sein: Die Farbe hat Einfluss darauf, wie hoch der Gesundheitswert eines Brotes eingestuft wird. Doch oft handelt es sich dabei um eine optische Täuschung. Denn dunkle Brotsorten sind nicht immer gesünder.

Ist Vollkornbrot wirklich so gesund?

von Prof. Dr. med. Curt Diehm Ist Vollkornbrot die Lösung für ein gesundes und längeres Leben? Oder ist es doch nicht so gesund, wie landläufig behauptet wird? Informationen rund um den menschlichen Körper und die Gesundheit – erklärt von Prof. Dr. med. Curt Diehm.

Manchmal scheint es mir, als wäre vor und auch hinter den Theken unserer Brotgeschäfte eine Grundsatzdiskussion ausgebrochen. Klassisches Weißbrot verschwindet mit Ausnahme der auch bei uns beliebten Baguettes mehr und mehr, Dinkel scheint der neue Heilsbringer zu sein und Vollkornbrote sind allgegenwärtig.

Insgesamt essen wir Deutschen im Schnitt knapp 90 Kilogramm Brot, Brötchen und Kleingebäck pro Jahr. Übrigens mit leicht steigender Tendenz, wie das deutsche Bäckerhandwerk vermeldet. Mit rund 3. 000 Brotsorten steht Deutschland europaweit an der Spitze der Sortenvielfalt.

Darunter auch aktuelle Trends wie das kohlenhydratarme Glyxbrot, das Omega-3-Brot mit besonders viel der wertvollen Fettsäuren oder Jogging-, Vital- und Fitnessbrote mit extra Eiweiß. Die einen sagen: Vollkorn ist gesund Gerade das früher sehr beliebte Weißbrot ist in den vergangenen Jahren zunehmend in Verruf geraten.

Dick soll es machen und sogar krank, heißt es immer wieder. Als gesunde Alternative wird Vollkornbrot – also dunkles Brot aus ungeschältem Getreide gepriesen. Fest steht: Vollkornbrot enthält mehr Ballaststoffe, Mineralstoffe und B-Vitamine. Das fördert die Verdauung und sättigt besonders gut.

  • Verschiedene Studien bestätigen die positive Wirkung für die Gesundheit;
  • Eine häufig zitierte Meta-Analyse von 14 Studien mit fast 800;
  • 000 Teilnehmern kam bereits vor einigen Jahren sogar zu dem Ergebnis, dass Vollkornbrot-Konsumenten länger und gesünder leben;
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Das bestätigte erst jüngst eine weitere, im British Medical Journal veröffentlichte Meta-Analyse, für die Wissenschaftler weltweit 45 Studien mit unterschiedlichen Krankheitsschwerpunkten ausgewertet hatten. Die anderen behaupten: Vollkorn kann sogar schaden Kritiker stellen jedoch gern genau diese Meta-Analysen in Frage.

Ihr Argument: Nicht berücksichtigt wurde dabei, dass die Probanden, die besonders viel Vollkornbrot aßen, sich auch insgesamt besonders bewusst ernährten, mehr Sport trieben und deutlich seltener rauchten sowie Alkohol tranken.

Für diese Kritiker ist das Vollkornbrot also sozusagen nur ein Indikator, der eine Personengruppe definiert, die aufgrund ihrer insgesamt gesünderen Lebensweise länger lebt. Diese Kritiker betonen dabei auch gern das schadhafte Potential von Vollkornprodukten durch deren hohen Gehalt an Stärke, Gluten, Phytinsäure (wichtig für die Eiweißverdauung) und Lektinen, die zu Darmentzündungen führen können.

Ist Vollkorn gesünder? Was ist richtig? Wenn Sie mich nun fragen, kann ich Ihnen auch keine abschließende Antwort geben. Zum einen hängt es davon ab, ob und wie Sie Vollkornprodukte vertragen. Leiden Sie beispielsweise bereits an einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung oder einer Gluten-Unverträglichkeit, können sich Vollkornbrote ungünstig auf den Krankheitsverlauf auswirken.

Sind Sie jedoch gesund, dann lautet mein Ratschlag: Essen Sie das Vollkornbrot, das Ihnen schmeckt und gut bekommt. Und komplett verzichten auf Weißbrot müssen Sie auch nicht. Beides sollte seinen Platz in einer ausgewogenen, gesunden und bewussten Ernährung haben.

  1. Und darauf kommt es an;
  2. Zur Person: Prof;
  3. Dr;
  4. med;
  5. Curt Diehm zählt zu den führenden Medizinern im Südwesten Deutschlands, er ist Autor zahlreicher Fach- und Patientenbücher und langjähriger Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gefäßmedizin;

Seit Mitte 2014 leitet er als Ärztlicher Direktor die renommierte Max Grundig Klinik in Bühl.